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„Die Kinder spielen doch nur“, ist eine landläufige Meinung. Aber welche Bedeutung hat das Spiel, genauer gesagt das freie Spiel für die Kinder? Spiel ist die grundlegende kindliche Aktivitätsform, in der sich ein Großteil des Lebens des Kindes vollzieht. Im Spiel findet das Kind immer wieder neue Möglichkeiten aktiv zu sein. Es ahmt Geschehenes nach, verarbeitet unbewältigte Erlebnisse und lernt immer neue Wege zu finden. Kein anderes Handlungsfeld ermöglicht dem Kind so intensive Sozialerfahrungen wie das Spiel.
All das erwächst aus dem Spiel:
Phantasie, Kreativität, Geschicklichkeit, Ausdauer, Konzentrationsvermögen, Selbstvertrauen, Selbstständigkeit, Konfliktfähigkeit, Lernbereitschaft, Neugier, Bereitschaft und Fähigkeit zur Konfliktbewältigung. Wenn wir uns all das vor Augen halten, wird man wohl kaum von „nur spielen“ sprechen. Da spielen so wichtig ist, geben wir dem Kind im „Freispiel“ viel Raum und Zeit dazu. Unter „Freispiel“ werden alle im Bereich der Kindertagesstätte möglichen Aktivitäten verstanden. Das Kind kann Tätigkeit und Material frei wählen, so wie selbst entscheiden, ob es alleine oder mit einem Partner, einer Gruppe spielt. Auch die Entscheidung über Ort und Dauer innerhalb der Gruppe liegt beim Kind.
Ebenso haben die Kinder während des Freispiels auch die Möglichkeit, an gezielten Aktivitäten, die von den Erzieherinnen angeboten werden, teilzunehmen.
Daneben bietet das Freispiel Gelegenheit, das Kind „frei zu lassen“, d.h. es ist ihm auch die Freiheit zum „Nichtstun“ gewährt. Unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder schaffen wir die Voraussetzungen für das Freispiel, indem wir unterschiedliche Spielräume anbieten, geeignetes Spielmaterial zur Verfügung stellen, Zeit zum ausgiebigen Spiel einplanen und das Spiel der Kinder begleiten, sowie aktiv daran teilnehmen. Somit entwickeln Kinder im Spiel viele Fähigkeiten, die für die gesamte Entwicklung und unter anderem für die Schulreife von entscheidender Bedeutung sind.
Wir sind eine katholische Kindertagesstätte! Was bedeutet das für unsere Arbeit?
So rät ein chinesisches Sprichwort. Und zu den Wurzeln, die ein Kind braucht, gehört auch die religiöse Erziehung. Durch vielfältige alltägliche Lebenssituationen werden Einsichten und Haltungen geprägt, in denen Kinder den Umgang mit der Natur und Umwelt, die Lösung von Konflikten und vieles mehr lernen können. Feste des Kirchenjahres, Gebete, Heiligengeschichten, biblische Erzählungen- diese und andere Inhalte führen die Kinder ein in die Überlieferungen des christlichen Glaubens. Wenn die Geschichte vom heiligen Martin erzählt wird, wenn Weihnachtslieder gesungen werden,... dann werden Kinder auch mit den Ausdrucksformen des christlichen Glaubens vertraut. Die Begegnung mit dem Glauben kann aber auch über die Kindertagesstätte hinausgehen, wie z.B. das Vorbereiten, Mitgestalten und Feiern von Gottesdiensten mit der ganzen Pfarrgemeinde, Besuch der Kirche, des Trierer Doms u.v.m.
Die religiöse Erziehung in der Kindertagesstätte setzt eine breite Erlebnispraxis voraus. Wichtigstes Anliegen ist es, Glauben zu leben und zu erleben. Unsere Aufgabe ist es, Bedingungen für die Kinder und uns in der Kindertagesstätte zu schaffen, die mit vielen Sinnen erlebbare Situationen ermöglichen.
Wie sieht Elternarbeit in unserer Kindertagesstätte aus?
Die Eltern gehören als Partner zur Kindertagesstätte. Sie vertrauen uns ihre Kinder zur Betreuung an. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir damit übernehmen, deshalb möchten wir eine gute und enge Zusammenarbeit mit den Eltern erreichen. Den ersten Kontakt zur Kindertagesstätte nehmen die Eltern bei der Anmeldung ihres Kindes auf. Einmal im Jahr laden wir unsere „neuen Eltern“ zu einem Elternabend ein, an dem wir die organisatorische und inhaltliche Arbeit unserer Einrichtung vorstellen. Im Laufe der Kindergartenzeit wird man viele verschiedene Formen der Elternarbeit kennenlernen, unter anderem Gruppenelternabende, Bastelnachmittage, Feste mit Kindern und Eltern, Elternausschusssitzungen, Gespräche.... Wichtig sind auch die sogenannten Tür- und Angelgespräche beim Bringen und Abholen der Kinder. So können Eltern und Erzieher im ständigen Kontakt bleiben.
Um Natur intensiver zu erleben und die Kinder für die Tier- und Pflanzenwelt neugierig und sensibel zu machen, haben wir 1998 zusätzlich zu den bereits vorhandenen Spielgeräten einen Naturspielplatz in Zusammenarbeit mit Kindern und Eltern angelegt. Hier können die Kinder Pflanzen und Tiere in verschiedenen Jahreszeiten beobachten, natürliche Spielmaterialien wie Steine, Stöcke... ausprobieren und nutzen. Zusätzliche Ruhezonen (Weidentipi, Weidennest...) bieten den Kindern die Möglichkeit, unbeobachtet zu sein und sich zurück zu ziehen.
Unsere Spielmöglichkeiten:
2 Rutschen, 2 Sandkästen, 6 Schaukeln, Torwand, Fußballtor, Fahrzeuge, Sandsachen, Ritterburg, Kletterhaus, Kletterbogen, große Wiese, Rutschberg, Wasserstelle, Sinnespfad, 3 Weidentipis, Weidennest, 14m lange Seilkonstruktion, Hochbeet und viel Natur.
Zum Schluß noch einige Fotos von unserer Kindertagesstätte:





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